Vorwort

Klaus Bertelsmann über die Möglichkeit einer kreativen Verbindung von naturwissenschaftlicher und künstlerischer Welterfahrung:

Von der Renaissance bis zur Gegenwart gibt es die Sehnsucht nach Utopie, nach einer Versöhnung der Lebensformen, nach den Eigenschaften des Menschen, die Robert Jungk dem "Jahrtausendmenschen" zuschreibt. Jede "fachspezifische" Einseitigkeit widerspricht der Tatsache, dass in jedem von uns - bei wechselnder Dominanz und Intensität- sowohl technisch-analytische als auch künstlerische Anlagen vorhanden sind.

Im Umgang mit dem Stofflichen sind wir überall zugleich mit ätherischen Qualitäten befasst. Zukünftige Kunst- und Lebensformen werden davon abhängen, inwieweit die "interdisziplinäre Verflechtung" unserer Erkenntnis- und Ausdrucksfähigkeiten gelingt.